Alfa Romeo erfindet den Sportwagen neu

Wir schreiben das Jahr 2013 und das automobile Design wird aufgrund EU- und weltweiter Zulassungsverordnungen zur mutanten Einöde, Fahrzeuge lassen sich fast nur noch anhand ihres Abzeichens unterscheiden.
Auch grösser und schwerer ist die Devise, der Autofahrer will gesehen werden und seinen mutmaßlichen gesellschaftlichen Status zum Ausdruck bringen.
Um diese Tonnen neuzeitlicher Erungenschaft noch von der Stelle zu bewegen, werden immer größere und leistungsstärkere Motoren notwendig, jedoch eigentlich nicht erforderlich.
Und da kommt ein Automobilbauer, erinnert sich an seine vergangenen Fähigkeiten des Automobilbaus, erinnert sich an die immer noch gültige Formel des Leistungsgewichts, erinnert sich an einen Alfa 33 Stradale aus 1967 und erfindet, ganz einfach so, den Sportwagen neu…



In dieser frischen und unbekümmerten Art kann dies wahrscheinlich auch nur ein Automobilbauer wie Alfa Romeo fertigbringen, andere namhafte deutsche oder ausländische Sportwagenbauer sind hier in ihrem Marken- und Kundenimage zu sehr gefangen.
Ein Porsche 918 Spyder oder ein McLaren P1 sind sicher vom Feinsten, bei Preisen ab ca. 800.000,- EUR jedoch eher Objekte, die dem täglichen Betrachter verborgen bleiben.

Hier geht Alfa Romeo den richtigen Weg. Ein Carbonfaser-Chassis unter Verwendung von Aluminium beim Fahrgestell und Motorgehäuse und einer Aussenkarosserie aus Verbundmaterial mit geringer Dichte lassen einen Sportwagen entstehen, der im Leergewicht unter der Traummarke von 1000 kg bleibt und bei einer eher geringen Motorisierung von 240 PS und einem Leistungsgewicht von 4Kg/Ps den Sprint von 0-100 Km/h in 4,5 s meistert.


Bei Preisen ab 50.000,- EUR sicher auch kein Schnäppchen aber im Verhältnis zu vergleichbaren anderen Sportwagen und unter Berücksichtigung des herausragenden Designs und der hervorragenden Technik ein Fahrzeug, das man zukünftig auch öfter mal auf der Straße sehen wird.