Triumph Bonneville

Die Triumph Bonneville ist ein Motorrad des Herstellers Triumph Motorcycles Ltd. in Hinckley, Großbritannien.


Die Urversion der Bonneville oder von Liebhabern „Bonnie“ genannt, wurde erstmals 1958 auf der Earls Court Motorshow in London vorgestellt und kam 1959 auf den Markt.

Die Triumph Bonneville hat ihren Ursprung in der Triumph Tiger T110, der Motor wurde von 500 cm³ auf 650 cm³ vergrössert.
Das Ziel der Konstrukteure war, mit dem Motorrad eine Geschwindigkeit von 120 mph (193 km/h) erreichen zu können.
Hierzu wurde es erforderlich den Motor der Tiger T110 grundlegend zu überarbeiten.
Um der höheren Leistung standzuhalten, wurde der Motor mit einer neuen, einteiligen und geschmiedeten Kurbelwelle ausgestattet.
Im September 1956 wurde der neu entwickelte T120-Motor in einem stromlinienförmig verkleideten Motorrad auf dem Bonneville-Salzsee in Utah getestet.
Der Testfahrer Johnny Allen stellte hierbei einen neuen Motorrad-Weltrekord mit 214,5 mph (345,2 km/h) auf.
Der zukünftige Modellname „Bonneville“ wurde in Anklang an den Erfolg auf dieser Teststrecke verwendet.

Triumph Bonneville 650 T120 • 1959–1973

Die ersten Bonneville wurden auf Anhieb sowohl auf der Straße als auch auf der Rennstrecke zu einem beliebten und erfolgreichen Motorrad.
So erreichte sie z.B. als erste Serienmaschine bei der „Tourist Trophy“ auf der Isle of Man einen Rundendurchschnitt von 100 mph.
Mit dem Modelljahr 1960 wurden der Rahmen und die Beleuchtung der T120 geändert und optisch und technisch verbessert.
Ab dem Modelljahr 1972 war auch ein 5-Ganggetriebe optional erhältlich.
Nach 15 Jahren Bauzeit wurde die Produktion im August 1973 eingestellt und durch das Nachfolgemodell T140 abgelöst.

Triumph Bonneville 750 T140 • 1973–1980

Um dem Kundenwunsch nach mehr Leistung gerecht zu werden, wurde der Motor der Bonneville 1973 vergrössert und in einer ersten Serie auf 724 cm³ ausgelegt.
Das Getriebe hatte anfänglich 5 Gänge und wurde rechts am Lenker geschaltet.
Die Bremsanlage hatte eine Lockheed-Scheibenbremse am Vorderrad und eine konische Trommelbremse am Hinterrad.

Um den neuen US-Zulassungsbestimmungen zu entsprechen, erhielt die T140 zum Modelljahr 1976 ein Getriebe mit Linksschaltung.
Zudem wurde die hintere Trommelbremse durch eine Scheibenbremse ersetzt.

Zum Modelljahr 1979 (Ende 1978) wurde wiederrum zur Anpassung an die US-Zulassungsbestimmungen das Modell T140E (E=Emission Control) hergestellt, das mit Vergasern des Typs „Amal MkII“ ausgestattet wurde.
Für die T140E wurden erstmals Zylinderköpfe mit parallel statt V-förmig verlaufenden Ansaugkanälen verwendet.
Zudem wurden stärker schalldämpfende Auspuffanlagen verwendet, die zwar äußerlich fast unverändert waren, jedoch in der Verbindung mit den anderen Maßnahmen dafür sorgten, dass die Leistung und das Drehmoment der T140E erheblich geringer wurden.
Von der T140E wurden relativ wenige Exemplare gebaut.

In der weiteren Entwicklung der T140 kam eine elektronische Zündung vom Typ Lucas Rita zur Anwendung.
Der Einbau erfolgte in einem festen Gehäuse zwischen neuartigen Instrumenten mit gegossenen Haltern und Vibrationsdämpfern.

Triumph Bonneville 750 Jubilee • 1977

Anlässlich des 25. Thronjubiläums von Königin Elisabeth II. kam 1977 das Sondermodell „Jubilee“ auf den Markt.
Auf der Basis der T140V unterschied sich die „Jubilee“ lediglich durch die besonderen Farben in weiß, blau und rot und wurde in einer limitierten Stückzahl von 1.000 Motorrädern für den Markt in Großbritannien und der USA hergestellt.
Aufgrund der großen Nachfrage wurden weitere 400 Exemplare für Kanada, Ausstralien und Neuseeland produziert.